Warum im Ausland studieren?

© Gerd Altmann / pixelio.de

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Nicht nur, dass man gerne in fremde Länder reist und neue Kulturen kennenlernt, zugleich bringt einem das Leben im Ausland auch viele weitere Vorteile, die vielleicht nicht gleich auf den ersten Blick erkennbar sind. Aber eine Sprache und eine Kultur lernt man letzten Endes nur dann, wenn man wirklich in dem jeweiligen Land lebt, Teil dieser Kultur wird und die Sprache tagtäglich mit Muttersprachlern tauscht. Interkulturelle Kompetenzen werden zur Frucht der Verständigung und Ergebnis der ersten, teils aufwändigen und schwierigen Tagen in der neuen Heimat.

Die Anforderungen von morgen

Die Globalisierung und Internationalisierung hat längst auch den Bildungsbereich erfasst. Während es früher noch etwas Besonderes war, nach dem Schulabschluss für ein Jahr als Au Pair ins Ausland zu gehen, ein freiwilliges soziales Jahr zu machen oder ein Semester an einer ausländischen Universität zu studieren, wird dies heutzutage immer selbstverständlicher und ist nichts wirklich Besonderes mehr. Die Generation von heute bereitet sich durch das Studium im Ausland auf ein internationales Tätigkeitsfeld und den toleranten Umgang mit verschiedenen Kulturen und Nationalitäten vor. Das sind die Kompetenzen, die von uns heute gefordert werden.

Über den Tellerrand blicken

Mehrere Fremdsprache zu können, ist eines der unangefochtenen Pro’s bei jeder Bewerbung und auch diverse Auslandserfahrungen kommen so gut wie bei jedem Personaler gut an, da sie Weltoffenheit demonstrieren und für den Bewerber sprechen, wenn er auch einmal über den Tellerrand blicken kann. Auslandserfahrung und interkulturelle Kompetenzen sind die gefragten Qualifikationen von morgen bzw. auch schon von heute.

Die unterrichteten Seminare an den ausländischen Universitäten werden dabei eher zur Nebensache. Glücklich kann sich natürlich derjenige schätzen, dessen Kurse und Prüfungen auch an der deutschen Universität angerechnet werden, allerdings sollte man das Studium im Ausland auch auf jeden Fall machen, wenn man es nur für sich selbst tut und man in Deutschland keinerlei Prüfung angerechnet bekommt.

Die neue Heimat

Durch das Leben im Ausland erwirbt man soziale Kompetenzen und schließt neue Bekanntschaften, die meist ein Leben lang halten. Völlig alleine in ein fremdes Land zu kommen, ohne ein Dach über dem Kopf zu haben und ohne nicht einmal gut die Sprache des Landes zu sprechen – das ist eine Herausforderung, die uns weiterbringt und uns stärkt. Es sind keine leichten ersten Tage in der neuen “Heimat”, wenn man verzweifelt auf der Suche nach einer Wohnung ist, seine Ansprüche oft enorm herunterschrauben muss, um endlich ein Dach über dem Kopf zu bekommen. Durch das Leben in einer WG mit heimischen Studenten lernt man allerdings das wahre Leben kennen und dann ist es auch egal, ob das Zimmer groß und modern oder klein und landestypisch ist. Diese Erfahrungen macht man nur einmal im Leben und deswegen sind sie für jeden, der sie macht, so derart wertvoll und prägend.

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