Erasmus? Das hat sicherlich jeder schon einmal gehört, selbst wenn er sich nicht regelmäßig in Akademikerkreisen herumtreibt. Erasmus ist das Programm der Europäischen Union zur Förderung der Ausbildung und Weiterbildung zwischen den europäischen Staaten. Das Programm ist benannt nach Erasmus von Rotterdamm, der zu seiner Zeit zu Mitte des 15. Jahrhunderts als universal gebildeter Humanist galt.
Geschichtliche Hintergründe
Am 15. Juli 1987 saß der Ministerrat zusammen und beschloss dabei, die Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen der EU und anderen europäischen Ländern wie Norwegen, Liechtenstein, Schweiz, Island und die Türkei zu fördern sowie die Mobilität von Studenten und Dozenten länderübergreifend zu unterstützen. Erasmus kann neben seinem Idol auch als Akronym für “European Action Scheme für the Mobility of University Students” gelesen werden. Neben der Förderung von Studenten soll das Teilprojekt der EU für Lebenslanges Lernen auch die Schul-, Berufs- und Erwachsenenbildung fördern und genauso wie für Studenten soll das Förderprogamm Erasmus auch dem Lehr- und Verwaltungspersonal Erfahrungen an ausländischen Universitäten ermöglichen wie erleichtern.
160.000 Studenten jährlich
Das Erasmus-Programm erfreut sich Jahr für Jahr großer Beliebtheit und die Plätze sowie die finanziellen Förderungsmittel sind gefragter denn je. Im Jahr 2007 konnte dadurch 160.000 Studenten im Rahmen des Programms ein Auslandsstudium ermöglicht werden.
Bestandteile des Programms
Neben der finanziellen Unterstützung, die inzwischen im Schnitt bei 192 Euro pro Monat pro Student liegt, wie die Europäische Kommission verkündete, soll das Erasmus-Programm zudem dazu beitragen, dass Studienleistungen im Ausland anhand des European Credit Transfer Systems (ECTS) auch in Deutschland anerkannt werden sollen. Gefördert werden können grundsätzlich neben dem Studienaufenthalt auch Auslandspraktika, die im Rahmen des Studiums abgeleistet werden müssen, sowie Fortbildungen und Lehraufenthalte von allgemeinem Hochschulpersonal.