Die richtige Planung

© birgitH / pixelio.de

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Ein Auslandsaufenthalt will gut und rechtzeitig geplant sein, denn es gilt im Vorfeld viele Fristen einzuhalten und Dokumente zu beschaffen. Rund eineinhalb Jahre sollte die Vorlaufszeit betragen, damit man sich in Ruhe und Entspannung auf das Studium im Ausland vorbereiten kann.

18 Monate vorher

Zu allererst steht die Frage nach dem “wo” an? Hat man keine sprachlichen Präferenzen, sollte man sich überlegen, welche Universität für den eigenen Fachbereich renommiert und als besonders empfehlenswert gilt. So kann es für keinen Geisteswissenschaftler schaden, an der Florentiner Universität zu studieren und für keinen Kunsthistoriker an der Pariser Sorbonne. Das macht auch wieder gleichzeitig was im Lebenslauf her und man lernst sozusagen von den Besten der Besten.

15 Monate vorher

Steht das Land einmal fest, sollte man mit seiner deutschen Universität klären, inwieweit Studienleistungen aus dem jeweiligen Ausland rückwirkend in Deutschland angerechnet werden können und welche Kurse sich dazu besonders anbieten würden. Oftmals können allgemeine Einführungen in Themenbereiche eher an der deutschen Universität wieder angerechnet werden, da der Vorlesungsinhalt meist relativ leicht nachvollzogen werden kann statt eines Seminars zu einem sehr spezifischen Thema, das in Deutschland für das jeweilige Fach nicht unbedingt relevant ist. Des Weiteren sollte man sich über eventuelle Sprachkurse informieren, so dass man zumindest zwei Semester schon einmal Grundkenntnisse der jeweiligen Sprache schnuppert und erlernt, bevor man sich dann auf die große Reise begibt. Das Studium wird weitaus effektiver sein, wenn man vom ersten Tag an die Inhalte der Vorlesungen ansatzweise versteht und auch die Kommunikation und der Anschluss an Einheimische wird weitaus schneller und einfach vonstatten gehen.

12 Monate vorher

Nun gilt es, sich an der Hochschule im Ausland einzuschreiben und auf die entsprechende Zulassung zu warten. Ob Zeugnisse beglaubigt und übersetzt werden müssen, entscheidet die jeweilige Hochschule. Auch darüber sollte man sich rechtzeitig informieren, damit man die notwendigen Unterlagen noch fristgerecht einreichen kann.

6 Monate vorher

Finanzierung klären: Wurde der erste Stipendiumsantrag abgelehnt, sollte man sich vorerst noch über andere Stipendien informieren, bevor man seinen Traum im Sand versickern lässt. Erste Anlaufstelle könnte das BaföG-Amt sein, das auch spezielle Konditionen für die Unterstützung im Ausland bereit hält. Neben DAAD und Erasmus kommen sonst auch noch private Stiftungen in Frage, die allerdings oftmals lange Vorlaufzeiten haben.

In den letzten Wochen vor Abflug…

Hat man die Zulassung zur Universität und die Zusicherung finanzieller Unterstützungsgelder in der Tasche, geht’s ans Eingemachte. Dann gilt es, einen günstigen Flug ins Gastland zu buchen, eine umfassende Auslandskrankenversicherung abzuschließen und im Internet vielleicht einen ersten Überblick über die Wohnsituation im Gastland zu erlangen. Die letzten Wochen vergehen dann meist wie im Flug und man ist mit allerlei organisatorischen Dingen beschäftigt, neben denen aber hoffentlich auch noch ausreichend Platz für eine ungezügelte Vorfreude bleibt!

2 Kommentare

  1. Christina sagt:

    Die richtige Planung ist das A und O, ich merke es während der Klausurphase immer wieder.

  2. Marco sagt:

    Oh wie Recht du hast, habe auch erst ziemlich spät begriffen das man sich mit der richtigen Planung eine Menge Arbeit spart. Eine gute Auflistung was an welchen Tagen erledigt werden muss und wie lange ist ein absolutes muss.

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